Für laubabwerfende Gehölze und Stauden in freier Natur und im Garten bedeutet die natürliche Winterruhe eine Phase des Kräftesammelns für den nahenden Frühling. Doch besonders die immergrünen Pflanzenarten bedürfen unter den derzeitigen Bedingungen unserer besonderen Aufmerksamkeit. Dazu zählen Bäume und Sträucher wie z. B. Rhododendren (alle Arten und Sorten), Eiben (Taxus Arten und Sorten), Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus Arten und Sorten), Buchsbaum (Buxus sempervirens und Sorten), Thujen und Wacholder (Thuja und Juniperus Arten und Sorten), Kletterpflanzen und Bodendecker wie z. B. Efeu (Hedera Arten und Sorten), Kriechspindel (Euonymus Arten und Sorten), Heckenkirsche (Lonicera henryi/pileata und Sorten) und besonders Kübelpflanzen. Bedingt durch die immergrüne Belaubung laufen hier die natürlichen Stoffwechselvorgänge im Winter weiter, besonders an Tagen mit intensiver Besonnung. Wegen des gefrorenen Bodens kann jedoch kein Wasser transportiert werden. Die Folge sind im ungünstigsten Fall sogenannte Verbrennungen oder auch „Kupferfärbungen“ an den immergrünen Pflanzenteilen. Sie können die Pflanzen unterstützen, indem Sie diese durch entsprechende Schattiergewebe beschatten. Sobald wieder ein Lufttemperaturanstieg erfolgt, sollte im Ballenbereich (bei Kübelpflanzen Topf oder Gefäß) durchdringend gewässert werden. Sollten sich eingerollte Blätter z. B. bei Rhododendren und Kirschlorbeer auch nach einem Temperaturanstieg nicht „entrollen“, herrscht auch hier besonderer Wasserbedarf, der ausgeglichen werden muss. Aber Achtung: kein warmes Wasser verwenden!